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Paarberatung – Das Gespräch zu dritt

Wie können wir ein gemeinsames Drehbuch schreiben, wenn jeder noch im eigenen Kino sitzt?“

Vortrag von Arist von Schlippe auf der Tagung des Odenwald-Instituts im Mai 1999.

Dieser Titel eines Vortrags von Arist von Schlippe beschreibt vielleicht die Lebenssituation von Paaren. Das was Beiden miteinander gelingt, ist eben auch davon abhängig, was beide mitbringen. Die vielen persönlichen Erfahrungen, Gewissheiten, Kränkungen, Bilder, Wünsche, Träume beeinflussen den »gemeinsamen Tanz« im hier und jetzt ihres Alltags.

Mit besten Absichten wird am gemeinsamen »Drehbuch« gearbeitet. Dabei können die miteinander geschaffenen Muster der Begegnung, das Wunschprojekt »erfüllte Beziehung« auch verlangsamen und erschweren.

Paarberatung stellt einen vorübergehenden, zeitlich befristeten, Arbeitsrahmen zur Verfügung. Im »Gespräch zu dritt« kann das Paar Wege aus eingefahrenen, sich wiederholenden und nicht selten sehr belastenden Momenten entwickeln.

Sind wir in einer Krise, haben wir nur noch eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten. Uns fehlen Ideen. Wir fühlen uns ohnmächtig, verschärfen unbeabsichtigt unsere Situation.

Diese Momente bilden häufig den Anlass für eine Familien-, Paar- oder Einzelberatung.

Unser »Eingebundensein« in familiäre und soziale Beziehungen, früher und heute, ist Grundlage eines »systemischen« Beratungsgesprächs, denn …

»… bei allen Themen und Fragestellungen sind immer mehrere Personen und Elemente des Lebens der betroffenen Menschen beteiligt.«

Ellebracht/Lenz/Osterhold, »Systemische Organisations- und Unternehmensberatung«, Gabler-Verlag 2002

Wir nehmen immer Einfluss in Beziehungen! Manchmal ist es notwendig unser »Einfluss Nehmen« aus einer anderen Perspektive  sehen zu können